Philipp

»Graphic design will save the world right after Rock ‘n’ Roll does.«

Philipp Hauser K&D

Instagram ImQuadrat InstaGood

Du beschäftigst dich in deiner Bachelorthesis mit Sozialen Netzwerken und welchen Einfluss diese auf ihre Mitglieder haben? Das Gefühl immer mit der eigenen sozialen Gruppe verbunden zu sein ist für Viele nicht mehr wegzudenken. Entfällt die digitale Verbindung, entstehen Gefühle vergleichbar mit Einsamkeit. Das hat jetzt schon zu großen Veränderungen im Verhalten geführt, die kaum umkehrbar sein dürften. Ein weiteres Thema ist die öffentliche Darstellung der eigenen Person. Die, meist trickreich aufgehübschte, Selbstdarstellung ist fast schon eine Kunstform geworden. Das Instagram-Profil ist eine neue Art Statussymbol. So was wie tolle Autos dagegen haben an Bedeutung stark eingebüßt.

Bei der Zielgruppe um die Zwanzig ist Instagram gerade wohl das populärste Netzwerk? Man sieht wie die Netzwerke gemeinsam mit ihrer Zielgruppe älter werden. Die »Facebooker« der ersten Stunde sind mittlerweile Erwachsene im mittleren Alter. Die nachfolgenden Altersgruppen nutzen wieder neue Plattformen. Aktuell ist bei den »Zwanzigern« der Mainstream und die kommerziell attraktivste Instagram. Facebook wird nur noch zum Markieren benutzt.

Hast Du eine Idee, wie sich Werbung in der Zukunft entwickeln wird? Was wir klassisch unter Werbung verstehen, wird nach und nach an Bedeutung verlieren. Marketing wird sich mehr mit Gestaltung, Geschichten und Kommunikation befassen. Weil sich die Kommunikationskanäle immer weiter verlagern, funktionieren viele althergebrachte Mechanismen nicht mehr. Viele Werbespots z. B., die vor Jahren noch internationale Preise abgeräumt haben, würden in Sozialen Netzwerken wohl keine Beachtung finden. Die Geschichten müssen relevanter sein, weil der Verbraucher in den Neuen Medien Inhalte freiwillig konsumiert und nicht mehr durch eine Werbeunterbrechung gezwungen wird. Zukünftig könnte die Kommunikation selbst zum Produkt werden. Marketing und Produkt verschmelzen. Produkte ohne eigene Stärken, die früher mit intensivem Marketing gepusht wurden, werden es schwer haben.

Vita Mediendesigner BAStudent

Aufgewachsen im Wutachtal besucht er bis zur Mittleren Reife die Realschule in Stühlingen. Im Anschluss das Berufskolleg in Radolfzell mit Schwerpunkt Produktdesign. Nach einem Jahr als Praktikant bei K&D beginnt er 2015 das Duale Studium zum Mediendesigner an der DHBW Ravensburg.

Philipp auf der Terrasse beim Grill putzen
Tobi und Philipp spielen Flöte an Weihnachten
Philipp Dab

Wassup

Deine liebsten Designcitys? Hamburg, Lissabon.

Wo findest Du Inspiration? Bei einem Grillabend mit Freunden.

Hobbys? Snowboard fahren, Fußball spielen/schauen, VFB Stuttgart, Musik machen.

Ein Schwank aus dem Studentenleben? Du, kann man diese PET-Flasche auch als Kamera-Stativ benutzen? Klar!

Was sollte man auf jeden Fall mal erlebt haben? Drei Tage Festival mit Allem was dazugehört und mit 40.000 Leuten zu guter Musik feiern.